Unsere Erfahrungen am Schluss der letztjährigen Ferien auf den kanarischen Inseln haben mich gelehrt, einen Blog jeweils nicht vor der vollumfänglich abgeschlossenen Heimreise zu beenden. Dieses mal hat aber alles reibungslos geklappt, und wir sind ohne Irr- oder Umwege wohlbehalten in der frostigen Schweiz gelandet.


Zeit also, um die letzten 10 Tage auf Lanzarote nochmals für mich Revue passieren zu lassen.
Lanzarote besticht mit seiner einzigartigen vulkanischen Landschaft, die von gewaltigen Ausbrüchen und langen Phasen der Stille erzählt. Schwarze Lavafelder ziehen sich bis zum Horizont, dazwischen Kegel und Krater, die je nach Licht ihre Farbe wechseln. Tagsüber wirken sie kühl und streng, abends jedoch, wenn die Sonne das Gestein in Ocker- und Rottöne taucht, warm und weich. Trotz ihrer scheinbaren Kargheit ist diese Landschaft lebendig und zeigt, dass Schönheit nicht üppig sein muss. Der Künstler César Manrique, über den ich ausführlich geschrieben habe, vermochte es wohl wie kein anderer, seine Visionen und Werke mit dieser Landschaft zu einer perfekten Symbiose zu verschmelzen. Zudem hat er das Bewusstsein dafür geschaffen, wie die eigenständige Schönheit Lanzarotes trotz dem damals aufkommenden Tourismus, durch klare Bauvorgaben geschützt werden kann. All dies hat mir an dieser Insel sehr gefallen. Und dennoch konnte mich Lanzarote als Feriendestination nicht zu 100% überzeugen. Aber erst der Vergleich mit unseren letzten Winterferien auf Lanzarotes kanarischer „Schwesterinsel“ La Palma half mir zu verstehen, warum: Was mir an unserem dortigen Unterkunftsort Santa Cruz de la Palma besonders gefallen hat, war die Mischung aus charmantem, urbanem Küstenstädtchen und authentischem einheimischem Leben in gewachsener Infrastruktur – eine Kombination, die wir auf Lanzarote so nicht gefunden haben. Die Küstenorte sind hier sehr stark touristisch geprägt, während die authentischeren Orte entweder nur sehr klein sind oder im Inselinneren, nicht direkt am Meer liegen. Die Hauptstadt Arrecife, die zwar direkt am Meer liegt, kann in keinster Weise mit dem Charme von Santa Cruz de la Palma mithalten, und an ihrem Stadtstrand „Playa de Reducto“ herrschte bei unserem Ausflug dorthin ein Badeverbot wegen Verunreinigung mit Fäkalien, was den Ort nicht gerade attraktiver machte…
Für mich persönlich waren deshalb die Ausflüge, die wir kreuz und quer über die wirklich einzigartige Insel gemacht haben, das eigentliche Highlight dieser Ferien, und weniger das Verweilen an einem einzelnen tollen Ort. Es gibt auf Lanzarote eine spannende Mischung von sehenswerter Natur und Kultur zu entdecken, und durch ihre überschaubare Grösse, die – im Gegensatz zu anderen Kanaren – wenigen Bergrouten und die perfekten Strassen, lässt sich die Insel auch wirklich sehr einfach per Mietwagen erkunden, was wir ausgiebig getan haben.

Damit bedanke ich mich fürs Mitlesen, verabschiede ich mich aus einem Jahr mit aussergewöhnlich vielen Reise(w)orte-Blogs, und wünsche allen e guets Neus!

Um auch auf dem Handy durch die Beiträge blättern zu können, ganz unten auf der Seite „Die mobile Version verlassen“ anklicken; dann kann man zum « letzten Beitrag und zum nächsten Beitrag » klicken oder auch die < Pfeile > nutzen, die auf der Seite des Bildschirms erscheinen. Auch eingefügte Videos sind nur in der nicht mobilen Ansicht sichtbar.
Danke, dass ich virtuell und in real life bei dieser Reise dabei sein durfte. Deine Begabung, Erlebtes, Erlerntes und Beobachtetes in spannende Texte und Bilder umzusetzen, macht mir immer wieder Freude. Daher – auf ein spannendes Blog- und überhaupt 2026.
Danke, für deine Worte.
🥰😘❤️