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San Miguel de Abona, Teneriffa 🇪🇸
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Der Reiseblog „La Isla Bonita“ wird um ein Kapitel verlängert, und zwar unfreiwillig und auch gar nicht mehr von La Palma aus sondern aus Teneriffa. Geschrieben wird dieser Beitrag auf der Terrasse unseres Zimmers in einer riesigen Hotelanlage in der Nähe des Flughafens Teneriffa Süd.



Hier sind wir gestrandet, nachdem wir zunächst von La Palma aus mit einem späten Nachmittagsflug in Richtung Zürich gestartet waren. Wunderbar zu sehen war die Spitze des Pico del Teide Vulkans, der beim Anflug auf Teneriffa durch die Wolken stiess.

Auf Teneriffa sollte es eigentlich bloss einen kurzen Zwischenstopp geben, um weitere Passagiere von dort mitzunehmen. Es war dann doch etwas mühsam, dass wir nach dieser ersten viertelstündigen Flugetappe die Maschine samt Handgepäck nochmals verlassen mussten, da sie aufgetankt und gereinigt wurde. Kurz danach konnten wir, zusammen mit den neuen Passagieren, wieder einsteigen – und sassen dann erst mal 4 Stunden am Boden fest. Ein Flugzeug mit defektem Fahrwerk blockierte die einzige Piste des Flughafens und konnte offenbar weder mit der Feuerwehr noch sonstwie weggeschleppt werden. Die Pilotin machte ungefähr jede halbe Stunde eine Durchsage, die von mal zu mal pessimistischer ausfiel. Bezüglich der Chance, noch starten zu können, um Zürich rechtzeitig vor dem Nachtflugverbot zu erreichen, meinte sie zunächst „ich bin sehr zuversichtlich“, dann bald einmal „ich habe die Hoffnung noch nicht ganz verloren“, um irgendwann bei „es tut mir leid, dass es nicht möglich sein wird“ zu landen. Obschon Zürich uns noch eine Verlängerung der Landemöglichkeit bis Mitternacht gegeben hatte, war auch dieses Zeitfenster irgendwann verstrichen. Deshalb hiess es dann wieder aussteigen, das Gepäck vom Band holen und sich bei einem Schalter nach dem weiteren Vorgehen zu erkundigen. Dieses lautete so, dass der Flug auf morgen früh 8 Uhr verschoben werde, und man selbst eine Unterkunft suchen müsse, deren Kosten man sich dann zu einem späteren Zeitpunkt rückerstatten lassen könne. Das Ganze war ziemlich chaotisch, und da ja noch viele andere Flugzeuge mit hunderten von Passagieren hängen geblieben waren, blieb nur ein kurzes Zeitfenster, bis alle Hotels in der näheren Umgebung ausgebucht sein würden. Wir reservierten also online in Windeseile das zweitletzte Zimmer hier und trafen dann beim Check-in an der Hotelreception ein Paar aus der Sitzreihe direkt vor uns wieder, welches das allerletzte Zimmer erwischt hatte. Mit ihnen werden wir uns morgen früh dann auch das Taxi zurück zum Flughafen teilen. Hier im Hotel schafften wir es im gestreckten Galopp dann ebenfalls gerade noch 5 Minuten vor Lichterlöschen, uns mit dem grünen „All-inclusive-Bändeli“ am Handgelenk am üppigen Buffet einzufinden…



Und nun ist aber auch im Zimmer Lichterlöschen angesagt, da wir morgen auf Anordnung der Crew bereits um 5.30 Uhr wieder am Flughafen sein müssen. Offenbar ist dort inzwischen auch wieder alles in Ordnung, denn vor einigen Minuten habe ich gerade eine startende Maschine gehört, und war ehrlich gesagt noch nie im Leben so glücklich über Fluglärm… Was wir auch noch gehört bzw. gelesen haben ist, dass in Zürich aufgrund von stürmischem Wetter heute Abend mehrere Flugzeuge nicht landen konnten und deshalb umgeleitet wurden. Vielleicht hatten wir ja sogar Glück, dass wir die Reise dorthin gar nicht erst angetreten haben.
So bleibt zu hoffen, dass wir es morgen dann im 2. Anlauf nach Hause schaffen, und ich diesen Blog dann endgültig abschliessen kann. Doch nun erst mal buenas noches aus Teneriffa.
Update Verlängerung, 2. Halbzeit: Wenn wir beiden Schwestern reisen, scheint ein wenig der Wurm drin zu sein. Nach einer kurzen Nacht im Hotel sind wir nun wieder am Flughafen, wo unser Flug leider von 8 auf 11 Uhr verschoben worden ist. Wir hätten also keinesfalls schon um 5.30 Uhr hier sein müssen, worüber die Passagiere aus Teneriffa offenbar informiert wurden, wir mit Startdestination La Palma hingegen nicht. Solche Pleiten, Pech und Pannen beim Reisen kennen wir doch irgendwie… https://reiseworte.blog/2018/02/12/abenteuerliche-reise/ Na dann hoffen wir doch mal, dass dieses turbulente Spiel nach der 2. Halbzeit der Verlängerung nicht noch in ein Penaltyschiessen geht!
Update von zuhause aus: Der 2. Anlauf brachte uns heute dann schliesslich doch noch wohlbehalten nach Hause. Die Pilotin informierte uns ausführlich darüber, was gestern Abend eigentlich los war: Die Maschine, welche die Piste blockierte, hatte ein Rad verloren und konnte deshalb nicht weg geschleppt werden. Dieses musste zunächst beschafft, und dann direkt auf der Piste ausgewechselt werden. Insgesamt waren so 15 Flugzeuge und deren Passagiere gezwungen, über Nacht in Teneriffa zu bleiben. Kein Wunder also, dass es nicht für alle noch kurzfristige ein Hotelzimmer gab; wir haben von mehreren Personen auf unserem Flug gehört, dass sie die Nacht in der Flughafenhalle verbracht hatten.
Die Stimmung war sowohl bei der gestrigen Warterei als auch auf dem heutigen Flug locker und lustig; so ein Vorfall schweisst einen irgendwie als Schicksalsgemeinschaft zusammen. Es wurde über die Sitzreihen hinweg geplaudert, was so sonst ja eher nicht üblich ist, und insbesondere diejenigen, die letzte Nacht im selben Hotel gelandet waren, hatten sich rasch einmal zu kleinen Gruppen verbündet. Massgeblich zur fröhlichen Atmosphäre beigetragen hat aber vor allem auch der 2-jährige Gion, der mit seinem Vater praktisch die ganze Zeit im Flugzeuggang hin und her spazierte und jeden einzelnen Passagier beim Vorbeigehen mit einem strahlenden „Hallo“ begrüsste, Fragen zu seiner Befindlichkeit beantwortete und sein nassgekautes Guetzli zum Teilen anbot. Ich habe selten ein so charmantes Kleinkind erlebt, und über die kurzen Momente hinaus, wo Gion jeweils gerade mal wieder bei einem vorbei patroullierte, blieb er auch erheiternder Gesprächsstoff bei den Fluggästen, da er einfach alle gleichermassen begeisterte. Insgesamt war also auch der holprige Abschluss unserer Ferien eigentlich nicht wirklich ein Problem. Die missliche Informations- und Organisationsleistung der Fluggesellschaften SWISS und Edelweiss, welche diesen Flug im Code-Sharing durchgeführt hatten, war allerdings schon recht nervend, da doch das Managen aussergewöhnlicher Situationen zu deren Kerngeschäft gehören sollte.
Nun sind wir also zuhause und mit rund 20 Grad Teperaturunterschied auch wieder im heimischen Winter angekommen.

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Das war, liebe Flurina wieder eine Reise, vollgefüllt mit Leben, Farben, feinem Essen und Abenteuer. Vielen Dsnk, dass ich einmal mehr mitlesen, teilhaben und Einblick in eure Ferien haben durfte. Und das „Missgeschick“ zum Schluss ist vielleicht tatsächlich auch ein Glück und es behält uns flexibel, wenn nicht immer alles wie am Schnürchen läuft. 😄 happy new year und einen super sanften Start in dieses neue Jahr. ❣️