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Costa Teguise 🇪🇸
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Es brauchte in der Tat einen 2. Anlauf, um mich hier auf Lanzarote von der Liebe treffen zu lassen; mit dem 1. Pfeil hat Amor gestern Abend ziemlich deutlich an mir vorbei gezielt. Die Insel begrüsste uns regnerisch kühl und führte uns im Mietwagen zunächst einmal in eine ziemlich seltsame Welt. Unsere Unterkunft befindet sich in Costa Teguise, einem Küstenort, der in den 1970er Jahren künstlich erschaffen wurde, ohne dass es an dieser Stelle zuvor ein traditionell gewachsenes Städtchen gegeben hätte. Zwar stehen auch hier keine Hotelbunker, weil dies – César Manrique sei Dank – im touristischen Konzept von Lanzarote so verankert ist. Dennoch ist in Costa Teguise alles ganz klar auf Tourismus ausgerichtet; es reiht sich also Apartementanlage an Restaurant an Souvenir-Shop. Es war schon etwas dunkel, als wir auf eine erste Erkundungstour loszogen, und leider sah auch der nahe Strand nicht besonders einladend aus; eine eher enge Bucht, mit vielen Lavabrocken durchsetzt. Etwas ernüchtert machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant für ein erstes Abendessen. Da die Mehrheit der Touristen in Costa Teguise Engländer sind, war allerdings auch der kulinarische Standard etwas bescheiden; viel Fish & Chips & Co. Doch bei einer Küche wissen auch die Engländer ganz genau, was Qualität bedeutet, und zwar bei der Indischen. So wählten wir eines von unzähligen indischen Restaurants und gingen schliesslich satt und müde, aber tatsächlich etwas besorgt hinsichtlich der gewählten Feriendestination zu Bett.
Heute morgen dann fuhren wir also einfach mal los, die Ostküste hoch, um den Puls der Insel zu spüren. Und siehe da, schon rasch funktionierte die Magie, die ich mir von Lanzarote erhofft hatte. Die schroffe vulkanische Gegend, das spärliche Grün und die weissen Häuser, die wie Würfelzucker über die Insel gestreut sind, haben einen ganz besonderen Reiz. Das Wetter wechselte alle fünf Minuten und je nach Farbe des Himmels zeigte die Landschaft immer wieder ein neues Gesicht.

Kurz bevor man ins Städtchen Haria abbiegt, erblickten wir eine schöne Bucht und holperten auf einem unbefestigten Schlaglochsträsschen hinunter ans Meer. Auch dieses zeigte sich je nach Sonneneinstrahlung und Himmel in allen möglichen Wasserfarben.

Als wir näher kamen, realisierten wir, dass es sich um einen Surfspot handelt, wo mehrheitlich Anfänger:innen üben auf den Wellen zu reiten. Ich war froh, hatte ich ausser dem Handy auch meine richtige Kamera mitgebracht und hatte schliesslich mindestens so viel Spass beim Fotografieren, wie die unerschrockenen Wellentänzer selbst.



Irgendwann konnte ich mich dann doch von dieser Szenerie losreissen, und wir fuhren weiter ins Landesinnere. Im Dörfchen Haria assen wir einen typisch kanarischen Zmittag: Runzlig gekochte Kartoffeln (Papas arrugadas) mit zwei verschiedenen Saucen (Mojo Verde und Mojo Roja), gegrilltem Käse an Palmenhonig und Salat.


Zurück zuhause wollten wir dann nochmals etwas Bewegung und gingen auf die Suche nach einem etwas schöneren Stand, als die Playa direkt vor unserer Haustüre. Weit mussten wir nicht gehen, sondern nur bis an die nahe gelegene Playa de las Cucharas, wo auch gleich noch ein wundervoller Sonnenuntergang auf uns wartete.





Hierher werden wir morgen nochmals wiederkommen, um endlich nicht nur am, sondern auch im Meer zu sein. Doch nun erst mal gute Nacht, nach einem erlebnisreichen Tag, an dem ich mich auf den 2. Blick doch noch in Lanzarote verliebt habe.
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