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Tokyo 🇯🇵
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Die beiden Schriftzeichen 日本 mit denen man Japans Namen (Nihon oder Nippon) auf japanisch schreibt, bedeuten „Ursprung der Sonne“, weshalb Japan oft als Land der aufgehenden Sonne bezeichnet wird. Auch die japanische Flagge 🇯🇵 symbolisiert dies. So war es ein magisch schöner Moment, als ich am Morgen im Flugzeug genau zu dem Zeitpunkt erwachte, als sich draussen die Sonne über die Wolken des Inselreichs erhob.

Bei unserer Ankunft hätte Japan dann allerdings eher den Namen „Land des niederprasselnden Regens“ verdient. Keine Spur des sonst jeweils so milden Oktoberwetters, sondern kühl und regnerisch.



Abgesehen vom Schmuddelwetter empfing uns Tokyo jedoch wie eine gute alte Freundin, mit der man ein Gespräch ganz einfach dort fortführt, wo man es vor längerer Zeit unterbrochen hat: Auf den Metrotickets war noch Restguthaben der letzten Reise vorhanden, der typische Tokyo-Soundteppich ertönte wohlvertraut in den Ohren, und auch in unserem Lieblings Okonomiyaki-Restaurant ist es noch die alte Crew, die an den Tischen brutzelt.


Und sogar im Ameyoko Markt waren wir bereits am ersten Abend. Irgend etwas geht selbst bei akribischem Kofferpacken immer vergessen, und ich bin jeweils froh, wenn ich möglichst rasch merke, was fehlt. Diesmal waren es – zwar klein aber nicht ganz unbedeutend – Adapter für die japanischen Steckdosen, ohne die es unmöglich ist, seine 1001 Gadgets, wie Handy, Tablet, Pocket-Wifi, Kamera-Akku etc. mit Strom zu versorgen. Wir hatten also die Wahl, entweder ein Elektro-Fachgeschäft aufzusuchen oder unser Glück im Ameyoko Markt zu versuchen. Dieser erstreckt sich als dichtes Gewusel von Ständen mit (ziemlich fleischlastigem) Street-Food, chinesischen Billigstklamotten und dubiosen Geldwechselstuben, zwischen den Stationen Ueno und Okachimachi, unter den Bahngeleisen der Yamanote-Line. Hier wird von früh bis spät gefeilscht, geshoppt und gefeiert, und man kommt sich fast eher vor wie irgendwo in Südostasien als in Japan. Und tatsächlich fanden wir hier für ein paar hundert Yen auch die fehlenden Adapter.
Das regnerisch-kalte Zwischentief war schon am nächsten Morgen wieder vorüber, und der japanische Spätsommer heizte nochmals tüchtig ein.

Gerade richtig, um in einem grünen Park etwas Schatten und Ruhe zu finden. Statt in einen der berühmten Gärten, die viele Touristen anlocken, gingen wir stattdessen in den kleinen aber wunderschönen Kiyosumipark, den wir nur mit einem japanischen Rentnergrüppchen teilen mussten.





Das heutige Mittagessen kam aus dem Automaten – also nicht das frisch zubereitete Essen selbst, sondern dessen Bestellung. Man wählt per Taste zwischen verschiedenen Nudelarten, unterschiedlichen kalten und warmen Suppenbrühen und Beilagen wie Fleisch, Tofu, Eier und frittierten Häppchen und erhält ein entsprechendes Ticket aus dem Automaten, das man zwei Meter weiter am Tresen einlöst. Für nicht mal 5 Franken hat man auf diese Weise innerhalb weniger Mintuen eine leckere und nahrhafte Mahlzeit auf dem Teller bzw. in der Suppenschüssel.


Nach einem langen Tag, während dem wir dem Jetlag erfolgreich getrotzt haben, ist es nun Zeit, die Augen zu schliessen. Oyasumi nasai – gute Nacht Tokyo!


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Schön seit ihr gut angekommen und wurdet wieder gut aufgenommen ☀️
Die so einzigartige Stimmung in Tokio perfekt in Bildern und Schilderungen festgehalten – fast kann ich die Stadt hören und riechen. Danke😍
Beim Betrachten der Bilder und dem Lesen des Reiseberichts kommt es mir selbst auch so vor, als bekäme ich Nachricht von/über eine alte Freundin.
Gute (Weiter-)Reise!
Land des niederprasselnden Regens… very nice ;)