
In Japan gibt es viele typische Volksfeste (Matsuri), welche meist einen Bezug zur Shinto-Religion und auch zu den Jahreszeiten haben, also z.B. die Frühlingsblüte oder die Reisernte preisen. Es gibt Festumzüge, und oft werden dabei Figuren oder religiöse Symbole auf riesigen Tragen und Wagen mitgeführt. Musik, Tanz, Essensstände und Sake gehören zu einem Matsuri ebenfalls dazu. Die Sommer-Matsuri (夏祭り) sind bunte und ausgelassene Feste, deren Höhepunkt oft Laternenumzüge und Feuerwerke sind. Mehrere Orte in Japan sind für ihre Sommer-Matsuri berühmt, und die Prächtigsten finden in der Tohoku-Region statt, wo unsere Reise in einigen Tagen hinführen wird. Da wir die Ferien jedoch aus familiären Gründen um eine Woche verkürzt haben, fällt dadurch auch unser Besuch all dieser Tohoku-Sommer-Matsuri weg, was wir dann halt einfach ein anderes Mal nachholen werden. Umso toller ist es, dass wir heute gleich zu Beginn unserer Ferien doch noch in den Genuss eines Sommer-Festivals gekommen sind, und zwar mitten in Tokyo, wo die grosse Parade des Ueno Natsu-Matsuri stattgefunden hat. Bei den Vorführungen am Nachmittag und in der ersten Hälfte der Parade waren wir ehrlich gesagt ein wenig ernüchtert, weil das Ganze doch eher einem etwas amateurhaften Quartiervereinsfest entsprach. Doch dann wurde es richtig toll, denn es kamen Gast-Gruppen der grossen 3 Tohoku-Matsuri: Die bunten Trommler des Morioka Sansa Odori, die Laternenpfahl-Balancierer des Kanto-Matsuri aus Akita und zum krönenden Schluss die grandiosen Riesenlaternen des Aomori Nebuta Matsuri.















So cool – jetzt habt Ihr doch noch ein wenig in die Matsuri-Madness eintauchen können. Tolle Bilder und sicher ein bleibendes Erlebnis!