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TGV 🚅 Basel🇨🇭 – Paris 🇫🇷
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Nach Paris führten mich meine erste Städtereise mit den Eltern, eine Klassenfahrt zum Schulabschluss und einige amouröse Verstrickungen als nicht mehr ganz so jeune fille. Das alles ist lange her, und für mehrere Jahrzehnte suchte ich mein Städteglück dann eher im hohen Norden und im fernen Osten statt in unserem westlichen Nachbarland. Doch zum Konzept meiner kleinen Auszeiten gehört auch, dass ich mich durchaus auch mal an eine Destination locken lasse, die ich selbst nicht ausgewählt hätte. Und so sagte ich spontan zu, als meine Freundin Pascale mich fragte, ob ich für einen Kurztrip mit ihr nach Paris fahren wolle. Sie wohnt in Basel, von wo aus es ein Katzensprung nach Paris sei, womit sie natürlich recht hat.
Zunächst wollten wir eigentlich schon gestern anreisen, doch am 1. Mai nach Frankreich zu fahren, ist nur bedingt eine gute Idee. Dass der Tag der Arbeit für wirklich alle Personen, die keiner lebensnotwendigen Tätigkeit nachgehen, arbeitsfrei (chomé) ist, gilt den Franzosen als heilig (sacré). Und diese Unantastbarkeit geht sogar über ein anderes französisches Heiligtum hinaus, nämlich das Baguette, das immerhin zum UNESCO Kulturerbe gehört. Doch am 1. Mai wird das Gebot der Arbeitsfreiheit höher gewichtet, als das Bedürfnis in knusprig frisches Brot zu beissen, wie ein Bäckermeister gerade schmerzlich erfahren musste, der kürzlich mehr als 75’000 Euro Busse bezahlen musste, weil er seine Belegschaft – freiwillig und zum doppelten Lohn – am 1. Mai in der Backstube schuften liess.
So sitzen wir nun also im TGV, dem Train à Grande Vitesse, der uns mit über 300 km/h in nur 3 Stunden nach Paris bringt. Dort angekommen werden wir dann etwas Tempo rausnehmen und uns gemütlich durch die Stadt treiben lassen. Der einzige Plan ist, dass wir keine Pläne haben, bis wir 52 Stunden später dann den Schnellzug wieder in die andere Richtung besteigen werden.


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Bonne voyage!
Bonnes vacances! 🇫🇷 🌞