Bye Bye Tokyo

Tokyo 🇯🇵

 

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Die verbleibende Zeit meines Aufenthaltes hat sich plötzlich enorm beschleunigt. Und nun läuft eigentlich sogar schon der Countdown meiner Heimreise, denn ich habe mein geliebtes Rengeso-Häuschen bereits heute Morgen verlassen, und bin für die letzte Nacht in ein Hotel direkt auf dem Flughafengelände disloziert, um morgen früh nicht in der Pendler-Stosszeit aus der Innenstadt anreisen zu müssen. Von den herzlichen Vermieterinnen vom Tempelbüro habe ich zum Abschied einen Fächer geschenkt bekommen, sodass ich zusammen mit dem Fächer von Miho und demjenigen von Prof. Kurita nun gleich drei sehr spezielle Fächergeschenke mit nach Hause nehmen darf. Auch eine Führung durch den Tempel gaben mir die beiden Damen bei der Verabschiedung noch.

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Meinen letzten Tag in Tokyo habe ich für einen weiteren Museumsbesuch genutzt. Eigentlich wollte ich im „Tokyo Edo Museum“ nur die aktuelle Sonderausstellung besuchen, wo Werke der fünf berühmtesten Holzschnittkünstler (Ukiyo-e) aus der Edo-Zeit gezeigt werden: Hokusai, Hiroshige, Utamaro, Kuniyoshi und Sharaku. Die Ausstellung war sehr lohnenswert (fotografieren leider verboten), und ich habe gestaunt, mit welcher Hingabe und Liebe zum Detail die zahlreichen japanischen Besucher jedes einzelne Werk eingehend betrachteten.

Da ich nun aber mal schon dort war, habe ich dann auch die dauerhafte Ausstellung des Museums besucht, welche mit eindrücklichen Modellen den Wandel der alten Hauptstadt Edo (ca. 1600-1868) zum heutigen modernen Tokyo zeigt. Ein Teil der Modelle in der riesigen Halle über zwei Etagen sind in Originalgrösse gehalten, andere hätten perfekte Playmobil-Dimension gehabt, doch angesichts der zahlreichen herumstehenden Museumswächter habe ich schweren Herzens darauf verzichtet, meine Figürchen auszupacken und sie für ein paar Foto-Arrangements auf eine Zeitreise in Tokyo‘s Vergangenheit zu schicken ;-)

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Ich fand es eigentlich eine ganz passende Abschiedsaktivität meines Monats in Tokyo, in diesem Museum noch etwas mehr über diese Stadt und deren historische Entwicklung zu erfahren. Genau so interessant wie die grossen geschichtlichen Zusammenhänge fand ich auf jeden Fall auch die Häusermodelle, die zeigten, wie Bauern, Bürger und Aristokraten im Laufe der Jahrhunderte gelebt haben.

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Und nun sitze also in meinem Hotelzimmer mit Blick auf ein Rollfeld des Flughafens Narita und denke mit viel Freude – und natürlich auch mit etwas Abschiedswehmut – auf meinen Monat in Toyko zurück. Dass ich mit dem Rengeso-Häuschen die perfekte Unterkunft gewählt hatte, wo ich mich so wohl fühlte, war ein riesiger Glücksfall. Dass sich der Berg Fuji mir nicht nur gezeigt sondern gleich im sonnigsten Vorzeige-Gewand präsentiert hat, war eine wunderbare Überraschung, auf die man zwar hoffen darf, es aber in keinster Weise beeinflussen kann. Dass ich mit dem Yabusame-Reiterfestival und der Besichtigung der Sake-Brauerei eindrückliche Traditionen Japans erleben durfte, war toll. Und natürlich war es eine unglaublich bereichernde Erfahrung, für einmal nicht nur als Touristin in Japan zu sein sondern neben all den Freizeitaktivitäten auch eine Gastvorlesung an einer Universität halten zu dürfen und Einsicht in so viele spannende Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit mit Senioren, Menschen mit Behinderung und Kindern zu erhalten. Das beste aber waren die Begegnungen mit so vielen herzlichen Menschen, die ich kennenlernen durfte, und allem voran die Freundschaft mit Miho (mit der ich auch bereits ein gemeinsames Referat für eine Fachtagung am entwerfen bin, die nächstes Jahr in Italien stattfinden wird…). Nachdem ich zunächst den ganzen Monat eigentlich im Alleingang vorgesehen hatte, bin ich im Nachhinein auch sehr glücklich, dass die erste Hälfte des Aufenthalts Renato mit dabei war und wir sogar seiner Schwester noch ein wenig von Tokyo zeigen konnten; sowohl zu zweit als auch zu dritt hatten wir wirklich eine super Zeit!

So ziehe ich nun also los in Richtung Zuhause und nehme ganz viele kostbaren Momente und Erlebnisse in meinem Herzen mit.

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P.S. Schon ganz zu Beginn dieses Reiseblogs hatte sich jemand mittels Kommentarfunktion besorgt nach dem Verbleib von Felix erkundigt, der auf den bisherigen Reisen jeweils anstelle der Playmobilfiguren für die Bebilderung der Blogeinträge zuständig war. Zur allgemeinen Beruhigung: Felix ist wohlauf und war sogar den ganzen Monat mit dabei. Er wollte aber dieses Mal ausdrücklich Ferien machen und nicht als Model arbeiten. Allerdings war es ihm wichtig, zum Abschluss des Blogs nun doch noch die Verhältnisse klar zu stellen und sich für das nächste Reisabenteuer schon mal in Position bringen ;-)

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4 thoughts on “Bye Bye Tokyo

  1. Welch schöner Abschluss
    Wir freuen uns auf dich und Felix
    Und den vollen Koffern mit Gegenständen, Erinnerungen, Gefühle und feiern deine Rückkehr
    Mit Fanfaren
    LA FAMILIA

  2. Juhuuu Felix! Say hello to my dear Felix.
    und ich bin etwas bestürzt, ist der Monat schon wieder vorbei….??
    Gute Heimreise und einen ruhigen Flug wünsche ich dir, liebe Flu

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