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Tokyo und Kawagoe 🇯🇵
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Vorgestern Mittwoch ist Renatos Schwester Domenica nach einer zweiwöchigen Japan-Rundreise nach Tokyo gekommen, um vor ihrer Heimkehr in die Schweiz ein paar Tage mit uns zu verbringen. Zum ersten Mal in Japan, hat ihr die Tour quer durch das Land sehr gefallen – einzig Tokyo hatte sie zu Beginn ihrer Reise nur im strömenden Regen kennen gelernt und war dementsprechend skeptisch, was unsere Begeisterung für diese Stadt anbelangt. Wir waren also herausgefordert, alles zu geben, um Domenicas Herz für Tokyo in einem 2. Anlauf zu gewinnen.
Den ersten Abend verbrachten wir in Asakusa, wo die untergehende Sonne zunächst das Asahi-Gebäude und den Skytree in pures Gold verwandelte…

…und danach den Senso-ji Tempel in ein warmes Orange tauchte.
Domenica war unweigerlich beeindruckt, und Tokyo hatte bei ihr ein erstes Mal gepunktet.
Etwas weniger elegant aber dafür urchig und gemütlich ging es anschliessend beim Nachtessen in einer der belebten Nebengassen des Tempelgeländes zu und her. Hier hatten wir letzten Sommer ein Okonomiyaki-Restaurant mit köstlichem Essen und fröhlicher Belegschaft kennen gelernt, das wir Domenica nun zeigen wollten.

Auch hier vergab Domenica Pluspunkte, sowohl für das Essen als auch für die Stimmung. So endete der erste Tag mit einer durchwegs positiven Zwischenbilanz.
Am 2. Tag begaben wir uns auf einen kleinen Ausflug nach Kawagoe, ein Städtchen, ca. eine halbe Zugstunde von Tokyo entfernt, mit einem pittoresken Zentrum alter Handelshäuser, wo heute viele Shops und Restaurants angesiedelt sind. Sehr sorgfältig und nicht etwa kitschig restauriert, fanden wir das Ambiente von Kawagoe wirklich toll.
Eine lokale Spezialität sind Süsskartoffeln, die momentan gerade Hochsaison haben. Wir probierten sie in Form von auf dem Grill gebratenen Teilchen aus Süsskartoffelstock, die einfach himmlisch schmeckten. Auch hierfür gab‘s einen ein Pluspunkt.
Zurück in Tokyo, begaben wir uns für das Nachtessen ins Nobelviertel Roppongi/Akasaka. Im Vorfeld unserer Reise hatten wir drei einen kleinen Abstimmungs-Wettbewerb über die 10 besten Kaiseki-Restaurants in Tokyo gemacht, die auf einer Gourmet-Website vorgestellt worden waren. Gewählt hatten wir einstimmig das Restaurant „Kasane“, wo wir mit Hilfe von Domenicas japanischer Reiseleiterin dann auch eine der begehrten Reservationen ergattern konnte. Es ist eine kleine, sehr schlicht und stilvoll eingerichtete Lokalität mit absolut herzlichem Personal. Der Abend begann damit, dass wir aus der persönlichen Sammlung des Chefs je unser eigenes Schälchen für heissen und kalten Sake aussuchen durften.

Danach folgten zehn perfekte Gänge mit unglaublich leckeren Köstlichkeiten aus Wäldern, Bergen und Küsten, welche dieses Essen zu einem der allerbesten Kaisekis machten, die wir in Japan je hatten.
Begeistert waren wir nicht nur von der Qualität des Essens sondern auch von der Gastfreundschaft. Vom Reis, den die Familie des Küchenchefs selbst anbaut und von dem wir die ganz frische diesjährige Ernte verkosten durften, haben sie uns am Schluss noch je ein Säckchen davon als Geschenk mitgegeben. Das gesamte Erlebnis war wirklich einmalig, und ich mache hier, worauf ich in meinem Blog sonst eher verzichte, und gebe eine ganz klare Empfehlung für das einzigartig tolle Kaiseki-Restaurant Kasane ab!
Hiermit war Domenica endgültig von Tokyo begeistert und unsere Überzeugungsmission damit erfüllt.
Der dritte Tag war dann noch eine willkommene Zugabe und ist schnell erzählt: Zur Abwechslung wurde für einmal (exzellent!) italienisch gegessen und (exzessiv!) in der Kappabashi-Street eingekauft, wo sich beidseits der Strasse auf mehreren hundert Metern Laden an Laden mit Geschirr und Küchenwaren aneinander reiht.
So langsam beginnen sich nun in Tokyo die Bäume herbstlich zu verfärben, wobei aber noch deutlich mehr grün als rot zu sehen ist.

Damit müssen wir Domenica leider aus Japan verabschieden, freuen uns aber, dass mit ihr wieder ein Famlienmitglied mehr, dieses Land ins Herz geschlossen hat.
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Cool – Ihr solltet Eure Reisen vom japanischen Tourismusdepartement finanzieren lassen😉
Domenica eine Heimreise und Euch weiterhin eine tolle Zeit mit goldenem Sonnenschein und bunten Momiji