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Hakone 🇯🇵
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Nach Kamakura besuchen wir nun Hakone, das so etwas wie das Grindelwald Japans ist. Hierher kommt man um den Fuji-San zu sehen und in heissen Quellen zu baden. Hakone selbst ist nicht gerade idyllisch, die Gegend rundherum aber durchaus sehenswert. Am beliebtesten ist die sogenannte Norimono-Rundreise, die per Schiff, Seil- und Drahtseilbahn durch die Hakone-Gegend führt. Also also begaben auch wir uns auf diese Rundreise, das heisst wir versuchten es zumindest, denn rund lief die Reise keineswegs…
Um es vorweg zu nehmen: Den Fuji-San haben wir nicht gesehen. Wer den Film „Kirschblüten“ von Doris Dörrie kennt, weiss, dass sich dieser Berg an mehr als 300 Tagen pro Jahr scheu in seinem Wolkenkleid verbirgt. So war es damals auf unserer Reise 2007 ein sehr unerwartetes Glück, als er sich plötzlich und unerwartet vor dem Zugfenster zeigte. Dieses Mal, wo wir extra in eine Gegend gereist sind, von wo aus der Berg gut sichtbar wäre, hat es leider nicht geklappt. Aber nicht nur der Fuji-San hat sich auf der Hakone-Rundreise vor uns versteckt, streckenweise haben wir aufgrund der absolut verrückten Wetterverhältnisse überhaupt nichts mehr gesehen und nur vermuten können, dass wir uns bei Wassergischt im Gesicht in Seenähe und bei Schwefelschwaden vor den Augen, wohl auf dem vulkanischen Berg befinden müssen. Die Schifffahrt auf dem See musste wegen Sturm gänzlich eingestellt werden, sodass die Reise auch gar keine Rundreise im eigentlichen Sinn mehr war, sondern zu einer spannenden Etappen-Schnitzeljagd wurde, wo man immer wieder schauen musste, wie man wohin weiter kommt. Genau das machte das Ganze aber abenteuerlich, und die normalerweise etwas biedertouristische Hakone-Rundreise für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis.







Nach Hakone kommt man aber ausser wegen dem Fuji-San auch wegen der Onsenbäder. Das Besondere war, dass wir hier einen kleinen Privat-Onsen für uns selbst hatten. Ein solches Hotelzimmer mit eigenem Rotenburo-Aussenbad, kostet normalerweise ein kleines Vermögen. Nach langer Suche hatte ich aber bei der Reiserecherche ein Ryokan in Hakone entdeckt, das ein paar solcher Zimmer zu einem, naja sagen wir mal annehmbaren Preis vermietet. Zwar ist unser Terassengärtchen, über dem Fluss gelegen, winzig und das Rotemburobecken nicht grösser als eine Badewanne, aber trotzdem geniessen wir diesen kleinen Luxus sehr. Hier können wir ausnahmsweise mal zusammen baden, denn in den Gemeinschaftsbädern findet das ja sonst geschlechtergetrennt statt. Das Quellwasser in Hakone ist so heiss, dass wir einen Kaltwasserhahn haben, aus dem wir von Zeit zu Zeit kaltes Wasser nachmischen müssen, da laufend siedend heisses Quellwasser in unseren Rotenburo fliesst. Ein Vorteil dieser brutal hohen Wassertemperatur ist jedoch, dass wir unseren eigenen heissen Sake mit kleinen Fläschchen aus dem Supermarkt zubereiten können, die wir im Rotenburo erhitzen und uns danach – nachdem wir das Wasser auf Badetemperatur abgekühlt haben – zum Sake trinken gleich ins Badebecken setzen ;-)))


