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Tokyo 🇯🇵
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Es ist unser zweiter Besuch in Japan, und das Land ist uns deshalb insofern vertraut, dass wir bei der Ankunft in Tokyo einfach unsere alten Metrokarten von der letzten Reise wieder aufluden und uns ab dem ersten Moment ziemlich zielsicher durch die farbig blinkende Metropole bewegten. Auch wissen wir diesmal von Anfang an, wie viel Wasabi man in seine Sojasauce mischen kann, um gerade noch weiter atmen zu können, wenn einem die Schärfe ins Gehirn steigt, und in welcher Maximalgeschwindigkeit man in die siedend heissen Onsen-Bäder gleiten kann, ohne dabei ohnmächtig zu werden. Aber dennoch löst dieses Land in mir, auch beim jetzigen Wiedersehen, ein sonst nie gekanntes Gefühl des Fremd- und Andersseins aus, dessen Beschreibung ich jemandem überlasse, der dafür die treffenderen Worte gefunden hat. Wer wissen möchte, wie sich das anfühlt, kann es in Cees Notebom’s Reisebericht „Geflüster auf Seide gemalt“ im 1. Kapitel (Der Geburtstag des Kaisers, der Pathos der Dinge und andere japanische Erfahrungen) nachlesen.
Japan im Sommer hat seinen ganz besonderen Reiz, da es z.B. viele regionale Feste (Matsuri) mit Feuerwerken etc. gibt. Dennoch gilt der Sommer aber aufgrund des Wetters nicht als ideale Reisezeit. Von Juni bis ca. Mitte Juli herrscht – je nach Region etwas verschoben – Tsuyu, die japanische Regenzeit. Im Anschluss folgt eine Periode mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen bis gegen 40 Grad. Das nördliche Hokkaido ist die einzige der vier japanischen Hauptinseln, die von der Regenzeit verschont bleibt und auch im Sommer ein relativ mildes Klima hat. Wir bleiben deshalb nur kurz hier in Tokyo und reisen dann nordwärts.



