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Takayama 🇯🇵
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Takayama ist ein Alpenstädtchen, für welches das Wort pittoresk wohl das Passendste ist. Das sonstige Japan ist architektonisch entweder hypermodern oder aber stark vom Stil der 50-er Jahre geprägt, weil nach dem 2. Weltkrieg alles Zerbombte in Windeseile aufgebaut worden ist, sodass jedes alte und ursprünglich erhaltene Haus etwas ganz Besonderes ist. Und genau für solche traditionellen Häuser ist Takayama berühmt. Das hat zwar viel Charme, verursacht aber auch ein wenig einen Museumscharakter. Viele dieser Häuser sind heutzutage Restaurants oder kleine Läden, und man kann so von Shop zu Shop durch mehrere Gassen bummeln. 

Einige der alten Gebäude sind auch Sakebrauereien, die man an einem Ball aus Zedernholz erkennt, der vor dem Eingang hängt. Hier kann man verschiedene Sake degustieren, und da wir das teilweise schon vormittags taten, wirkte Takayama auf uns vielleicht noch ein wenig lieblicher…



Eine tolle Spaziermöglichkeit führt in Takayama entlang eines Tempelweges zu wunderschönen und eindrücklichen Tempelanlagen.


Da die meisten Besucher hier als Tagestouristen anreisen und abends schon wieder weg sind, ist es in Takayama ziemlich schwierig, abends ein offenes Restaurant zu finden. Essen gehen ist im ländlichen Japan ganz allgemein etwas, das zuweilen etwas kompliziert scheint. Anders als in anderen asiatischen Ländern, findet in Japan – ausser auf dem Markt – Kulinarisches eher hinter verschlossenen Türen statt, und oft sind die Fenster durch eine Bespannung mit Japanpapier ebenfalls blickdicht. So weiss man nie so richtig, ob sich dahinter ein Restaurant, eine Bar oder gar ein Privathaus verbirgt. Und wenn es sich um ein Restaurant handelt, ist nicht immer klar, was es dort zu essen gibt, denn oft sind Restaurants spezialisiert – z.B. auf Aalgerichte, auf Nudelgerichte etc. – was sich ohne entsprechende Sprach- bzw. Lesekenntnisse auf den ersten Blick nicht erkennen lässt… So war es eine gute Wahl, dass wir in Takayama in einem Ryokan übernachtet haben, wo das Essen mit zur Buchung gehört. Das Übernachten in solchen tradtionellen Gasthäusern inkl. der sogenannten Kaisekiküche, die aus unzähligen regionalen und saisonalen Leckereien besteht, ist ein Erlebnis, das man sich auf einer Japanreise keinesfalls entgehen lassen sollte!





Takayama hat uns als Kontrast zur ersten Destination Tokyo einen Blick auf das „alte Japan“ erlaubt, und auch wenn dieses Bild natürlich sehr touristisch zurecht gemacht ist, ist dieses Alpenstädtchen auf jeden Fall einen Ausflug wert!


