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In Afrika und anderswo

Rotterdam 🇳🇱

Beim alten Hafen, wo das „Witte Huis“ aus dem gestrigen Beitrag steht, gibt es bezüglich Architektur noch einiges mehr zu bestaunen. Zum Beispiel die Kubushäuser des Baukünstlers Piet Blom aus den 1980-er Jahren. Gut 50 würfelförmige Häuser, die ineinander geschachtelt auf ihrer Spitze stehen, überspannen hier eine mehrspurige Strasse. Die meisten der gelben Kuben sind privat bewohnt, eines kann jedoch, im Sinne eines Museums, als eingerichtete Wohnung besichtigt werden und eines ist ein Hostel, wo man übernachten kann.

Gleich daneben steht die 2014 eröffnete “Markthal“, und auch hier drin kann man überraschenderweise wohnen.

Im riesigen hufeisenförmigen Gebäude sind über 200 Wohnungen untergebracht, deren Fenster nicht nur nach aussen sondern auch ins Innere der gigantischen  Markthalle gerichtet sind. Das 11’000 Quadratmeter grosse Deckengewölbe besteht aus lauter Abbildungen von Früchten, Gemüsen und anderen Leckereien. Die Bewohner geben ihren genauen Standort dann gerne auch so an und sagen z.B., ich wohne in der Mango oder in der Avocado.

So faszinierend die Bauweise und die farbigen Bilder sind, mochte uns das kulinarische Angebot der Markthalle nicht zu überzeugen. Vermutlich sind die Quadratmeterpreise so hoch, dass sich nur grosse kommerzielle Anbieter und Gastroketten hier einen Stand leisten können. Ein richtiges Marktfeeling kommt so leider nicht auf.

Um doch noch etwas echte Marktluft zu schnuppern, reisten wir deshalb weiter nach Afrika. Am drittgrössten Markt der Niederlande, dem Afrikaandermarkt halten ausser Menschen aus allen Teilen Afrikas und dem nahen Osten, auch Händler aus den früheren holländischen Kolonien, wie Surinam und den niederländischen Antillen ihre Ware feil. Und genau so bunt gemischt ist auch die Käuferschaft im  multikulturellen Quartier am Afrikaanderplein, sodass für eine lebhafte Marktstimmung bestens gesorgt ist. Fotos gibts hiervon keine, denn ich wollte den Afrikaandermarkt nicht als Touristenattraktion erleben.

Um dem modernen Rotterdam noch weiter zu entfliehen, fuhren wir mit der Metro ins Quartier Delfshaven, das als einziger Teil Rotterdams von den Bombardierungen im 2. Weltkrieg verschont blieb. An den Kanälen mit den alten Häusern und Hausbooten, gibt es einen Rest von Postkarten-Holland.

Die Hafenrundfahrt, die wir gegen Abend dann noch gemacht haben, war wiederum ein Kontrast zum beschaulichen Nachmittagsprogramm. Mit 450 Millionen Tonnen umgeschlagenen Gütern pro Jahr, ist Rotterdam der grösste Hafen Europas. Das ganze Hafengebiet erstreckt sich über ca. 40 Kilometer, wovon wir bei unserer Besichtigungstour nur einen kleineren Teil gesehen haben, denn der 2014 neu erstellte Hafenabschnitt Masvlakte 2 wurde weit in die Nordsee hinaus gebaut. Aber auch diese Rundfahrt im stadtnahen Teil des Hafens war informativ und eindrücklich.

Am und auf dem Wasser zu sein, war heute nur schon wegen der Hitze von über 30 Grad sehr angenehm. Nun scheinen die Temperaturen aber etwas zu sinken und übermorgen gehts eh raus aus der Stadt und ab auf die Insel :-)

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