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Spiez 🇨🇭
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Am 4. Juli 1954 hat die deutsche Fussballnationalmannschaft im alten Wankdorfstadion vor 60‘000 Zuschauern die hochfavorisierten Ungaren 3:2 geschlagen und ist sensationell Weltmeister geworden. Noch heute ist dieses „Wunder von Bern“ von sporthistorischer Bedeutung. Die damalige Nationalmannschaft um Trainer Sepp Herberger und Kapitän Fritz Walter logierte während der WM im Strandhotel Belvédère in Spiez, wo auch wir nun ein Zimmer mit Blick auf die Spiezer Bucht und den Thunersee bezogen haben.
Der „Geist von Spiez“ soll entscheidend zum Wunder von Bern beigetragen haben, weshalb das Hotel Belvédère bei Fussballfans einen ganz speziellen Stellenwert hat.
Für unsere Wahl des Belvédère war hingegen etwas anderes entscheidend, und zwar, dass man als Hotelgast eine kleine private Badeoase direkt am Strandweg Spiez-Faulensee nutzen kann. Obschon wir unserer leidigen Tradition des schlechten Urlaubswetters auch bei Inlandferien treu geblieben sind und wir leider heute einen trüben ersten Ferientag erlebten, habe ich mir das Schwimmen im See vor dem Frühstück natürlich nicht nehmen lassen.
Das Wandern haben wir allerdings auf die zweite Wochenhälfte verschoben, wenn dann der Sommer wieder Einzug halten soll, sofern man den Prognosen Glauben schenken darf. Stattdessen sind wir nach Thun gefahren, um ein wenig zu lädele. Zu unserer Überraschung stand auf dem Mühleplatz beim Bälliz ein Riesenrad, und Renato liess sich von mir zu einer vertikalen Rundfahrt über die Dächer von Thun, fast bis hoch zum Schloss überreden.
